Spielmannszug schiebt nicht nur Wagerlumzug an …
Faschingsdienstag, 28. Februar 2017: Gaudi zwischen Unterbräu und Café Vogel

Diessen – Hat der Rosenmontag die Narrengesellschaft in Diessen mit frühlingshaften Temperaturen verwöhnt, zeigte der Faschingsdienstag allen Faschingsfreunden seine eiskalte Schulter, die war echt cool – und die närrischen Trachtler, die gerade erst vom Rosenmontagsball heimgekommen sind, haben sich Punkt zehn Uhr beim Bräu zum aufwärmen – und zum Weißwurscht-Essen verabredet. Da drummte Manu Lotter schon munter zu den Songs, die sein Vater Mandy Lotter zusammen mit seiner San Francisco-Partyband am laufenden Band (bis nach Mitternacht) rauf und runter spielte, sang, rockte …

Kraftvolle Konkurrenz bekamen die Lotter-Musikanten erst am Nachmittag, als der Diessener Trachtenverein mit seinem Spielmannszug und mit der Kapelle Krach & Fürchterlich dem Handwagerl-Umzug voranspielte und ihn auf Trab hielt, den heuer bereits im fünften Jahr wieder Fischereier und andere Vereine mit bereiften Schlitten, Booten, Rollstühlen, Karren, Wagerl und komischen Chaisen – mitten drin auch der Sarg für Prinz Karneval – organisierte haben. Ein einmaliger Mini-Faschingsumzug, wie es wohl nur in Diessen möglich ist.

Befeuert haben die Trachtler am Spätnachmittag dann noch das Café Vogel, wo sie schwarm-artig eingefallen sind und die letzten Krapfenvorräte – gleich einer Horde Piranhas – aufgefressen haben. Die haben offenbar großen Durst ausgelöst, weil der "harte Kern" nach der Krapfenorgie ins Lieblingswirtshaus am Untermüller zurückkehrte. Wer wann und wie heimgekommen ist – darüber schweigt der Chronist. Text | Fotos: Beate Bentele
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