Mit dem Landlerdelirium im Tanz-Wahn
16. September 2018: Tanztag im Hofbräuhaus – Ländlerisch Tanzen mit Magnus Kaindl – Der BR war auch dabei

München | Diessen – Die Erkerzimmer im Hofbräuhaus waren mal wieder voll, "wie immer, wenn der Magnus tanzt", lacht eine Tänzerin vom Ammersee. Sie sei immer dabei, wenn der Tanzmeister einen Trainingstag ankündigt, egal ob bairisch Tanzen, Zwiefach oder allgemeine Tanzkultur, da seien ihr dann sechs oder sieben Stunden Bewegung am laufenden Band gar nicht zu viel.

Das aktuelle Tanztraining faszinierte jetzt erstmals mit der Live-Musik vom Landlerdelirium - ein Wahnsinns-Musikrausch mit Eva Suna, Atul Barth, Stefan Hegele und Johannes Sift. Dann war auch noch das Bayerische Fernsehen dabei, das an einem Portrait über unseren Vereinsvorsitzenden und Tanzmeister Magnus Kaindl arbeitet. [Wird voraussichtlich Kirta-Sonntag, 21. Oktober ausgestrahlt in der Sendereihe aus Schwaben und Altbayern, das ist die wöchentliche Magazinsendung im BR, die über Regionales von überregionaler Bedeutung berichtet.]

Für den BR und für seine Tanzschüler berichtet Magnus Kaindl, dass viele Gesellschaftstänze von der Freiheit leben, die eigene Kreativität auszuleben – ohne eine festgelegte Tanzchoreographie beherrschen zu müssen. Auf den bairischen Tanzböden sei es früher gängige Praxi gewesen, sich zur Tanzmusik in verschiedenen Schritt- und Figurenfolgen frei zu bewegen. Beim Ländlerisch Tanzen wolle er diese Faszination der Improvisation vermitteln.

Das ist schnell gelernt: Mit einfachen Dreh- und Armwickelfiguren beherrschen die Tanzpaare rasch ein breit gefächertes Repertoire an Tanz-Elementen: "Ohne vorgeschriebenes Tanzkorsett entsteht ein kreativer Freiraum, der von den Tänzerinnen und Tänzern jederzeit selbst weiterentwickelt werden kann."

Das besondere Augenmerk beim Ländlerisch Tanzen gelte der Musik, fährt Kaindl fort. Die Musikanten schöpfen aus dem reichen Fundus tradierter Tanzmusik. Sie interpretieren und arrangieren "Ländler Melodien" vom 18. bis 20. Jahrhundert, aus Musikhandschriften von der Steiermark über den Alpenkamm bis nach Franken und Norddeutschland. Text | Fotos: Beate Bentele

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