Ihr Name ist Programm: D' Saitenschinder, das "Flaggschiff" der Musikgruppen im Diessener Trachtenverein, schinden die Saiten ihrer Instrumente auf unvergleichlich virtuose Art. Das äußert sich in der Experimentierfreude mit unterschiedlichen Spielmaterialien und in der Zusammenstellung ihrer Musik.
Da werden zum Beispiel Hackbrettschläger aus Holz, Karbon und Metall benutzt oder verschiedene Löffel. Bei den Klangwelten sind d' Saitenschinder inspiriert durch Kontakte in die Schweiz und nach Böhmen. Für die Musikanten ist es selbstverständlich, über den eigenen Tellerrand in musikalische Nachbarregionen und andere europäische Länder zu schauen, aber auch das musikalische Gut der Region
zu entdecken und für ihre Besetzung zu arrangieren und interpretieren. Neben der Volksmusik spielen d' Saitenschinder auch andere Musikrichtungen, die von renaissancezeitlichen und barocken Arrangements beeinflusst sind. Und sie spannen einen Bogen über die Klassik bis zu modernen Komponisten, wie Carl Orff. Die Anfänge der Saitenschinder reichen ins Jahr 1989, als Waltraud Elsäßer und Magnus Kaindl gemeinsam Hackbrett- Unterricht nahmen. 1992 spielten sie das erste Mal bei Vereinsveranstaltungen auf. Seit 1994 begleitet sie Manfred Helmer auf der Gitarre. Diese Besetzung blieb auch die Kernbesetzung der späteren Saitenschinder. 1998 schloss sich Christl Grenner mit einem dritten Hackbrett an. Andreas Huber komplettiert die Saitenschinder mit dem Kontrabass seit 2004.
Und woher haben d' Saitenschinder ihren Namen? Die Frage haben sich schon viele gestellt - sie kommt spätestens dann, wenn man vom Zauber ihrer Musik angerührt wurde. "Seitdem wir uns 1994 musikalisch endgültig als eigene Gruppe selbstständig gemacht haben, suchten wir einen originellen Namen, den man nicht so schnell vergisst", schmunzelt Magnus Kaindl. Waltraud Elsäßer und Manfred Helmer nicken zustimmend.
"Drei namenlose Jahre folgten, bis aus einem Spaß heraus die Wahl auf d' Saitenschinder fiel." Auf einer Geburtstagsfeier stellte die Jubilarin erstaunt fest, dass die Musiker ihre Saiten ja ganz schön schinden. Grund hierfür war ein Stück aus der Schweiz, bei dem sie die Hackbrettsaiten mit Löffeln bespielten. "Der Spruch war's einfach", erinnert sich Magnus - Die Saitenschinder waren geboren! Gepasst hat es auch, weil das Saitenschinder-Repertoire von Anfang an nicht nur auf die bayerische Volksmusik ausgelegt war, sondern auf eine Mischung, die auf das Publikum eher unkonventionell wirkte.
Heute spielen d' Saitenschinder in folgender Besetzung: Magnus Kaindl, Hackbrett, Waltraud Elsässer, Hackbrett und Blockflöten, Christl Grenner Hackbrett und Blockflöten, Manfred Helmer, Gitarre, Andreas Huber Kontrabass.
Ehemalige Gruppenmitglieder waren Nicole Mathauser, Harfe (1994 bis 1997) und Ludwig Kleiser, Kontrabass (1998 -bis 2003).
Unsere Bilder zeigen, dass d' Saitenschinder für jeden Anlass die passende Musik haben. Beim Hoagart mit Liselotte Orff, bei der Vereins-Weihnachtsfeier und beim Neujahrsempfang im historischnen Festsaal des Landsberger Rathauses.

Information bei Magnus Kaindl
T 0 88 07 94 77 83
e-mail: trachtenverein@web.de
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