Holzhausen – Das Fenster zur Welt
Samstag, 6. August 2016: Bayerisches Trachtenkulturzentrum – Ein Erlebnisreicher Besuch

Diessen | Holzhausen bei Landshut – Da haben die Trachtler vom Trachtenerhaltungsverein Edelweiss Denver | Colorado, T.E.V. aber große Augen gemacht, als sie nach knapp zweistündiger Busfahrt in Holzhausen (Postadresse Geisenhausen) angekommen sind. Ein paar Häuser und am Ortsrand ein stattlicher niederbayerischer Vierseithof mit Haupthaus, Augustiner-Stadl, Jugendbildungshaus, Depot für Archivalien, Museum, Bauerngarten, Streuobstwiesen, Getreidefelder, Backhaus, moderner Jugendzeltplatz mit "Zelt-Dorf" und Versorgungshaus und einem mächtigen Feldkreuz, Fußballplatz ... es lässt sich auf einen Blick gar nicht erfassen, was der Bayerische Trachtenverband seinen Mitgliedern alles bietet.

Überall Blumenschmuck, Baumbewuchs und multifunktionale Freianlagen für groß- und kleinräumige Nutzung. "So haben wir uns das nicht vorgestellt." Die Freunde aus Amerika sind sprachlos. Staunend folgen sie dem Weber Toni, der sie durch die Anlage führt. Versteht sich von selbst, dass ihre größte Neugier "ihrem Zimmer" im 2. Stock des Bildungshauses gilt. Es hat die Nummer 217 und zeigt das Logo vom Gau Nordamerika. Alle Gaue im Bayerischen Trachtenverband verfügen im Bayerischen Trachtenkulturzentrum Holzhausen über ein eigenes Zimmer mit regionaltypischer Gestaltung.

Das Bayerische Trachtenkulturzentrum ist am 15. Mai 2015 mit der bayerischen Polit-Prominenz, angeführt vom Ministerpräsidenten Horst Seehofer und tausend Ehrengästen eingeweiht worden als geistige und kulturelle Heimat für 185.000 erwachsene Trachtler sowie 100.000 Kinder und Jugendliche. Der ehemalige Pfarrhof ist erstmals 1704 erwähnt. Bis 1995 hat die Erzdiözese München und Freising ihre letzte Pfarrökonomie in Holzausen betrieben. Danach wurden die Ländereien verpachtet und die fünf Hauptgebäude und Nebenanlagen sind verfallen. Zum Glück konnten sich Kirche und Bayerischer Trachtenverband im Jahr 2004 auf eine Erbpacht einigen. Jahrelange Renovierung und schrittweise Nutzung brachten Leben in die Region. Das Wirtshaus in Holzausen und andere Betriebe in der Region genießen durch den regen Betrieb eine starke Wiederbelebung.

"Egal, wo man hinschaut", sind die "Edelweisse"aus Denver sicher, "vom Haupthaus mit seiner Verwaltung bis zum Backhaus, wo noch eigenes Brot bei Veranstaltungen gebacken wird. Vom Bauerngarten bis zu geschmackvollen Dekorationen – alles passt." Nächste Station, die den Besuchern wegen ihrem Seminarzentrum mit zeitgenössischer Technik imponierte, war das Bildungshaus, das die Trachtenjugend betreibt. In den ehemaligen Stallungen mit Säulen und Gewölben wird mit modernsten Medien gearbeitet. Um mit Max Bertl, dem Landesvorsitzenden, zu sprechen, benutzen die Trachtler die zeitgemäße Technik auch als "Fenster zur Welt".

Schließlich passte auch der bodenständige Mittagstisch im Dorfwirtshaus vorzüglich, vom Schweinsbraten bis zum Verdauungsschnaps.

Zu guter Letzt entführte ein Besuch auf Schloss Trausnitz ins Mittelalter – und der Stadtrundgang durch Landshut in die Neuzeit des Einkaufsrauschs. "Wir brauchen gar nicht mehr nach München fahren", sind die vom Denver- und N.Y.-Shopping verwöhnten Frauen sicher, "Landshut ist Spitze – da wollen wir beim nächsten Mal wieder hin." Text | Fotos: Beate Bentele

Weitere Informationen unter www.trachtenverband-bayern.de

Unsere Bilder zeigen (von oben) das Haupthaus mit Verwaltung und Museum, Toni Weber, Irmi Hinterbichler und Sepp Kaindl im zentralen Innenhof, Diessner Trachtler und Trachtler aus Denver vor dem Haupthaus, Irmi Hinterbichler und Leni Kaindl vor den Bauerngarten, den größten Veranstaltungsort im Trachtenkulturzentrum, den Augustiner Stadl, das Logo vom Gau Nordamerika, Albert Hinterbichler mit hölzernen Schuhlöffel und einmal mit Liz Lane beim Testen der Bettstatt im Zimmer vom Allgäuer Gauverband, die Abordnung aus Denver im Nordamerika-Zimmer, Andreas Huber und Toni Weber im Museum, Adam Tailor vor der Info über die Schuhplattler-Info, Irmi Hinterbichler mit bayerischem Löwen, Sepp Kaindl mit Pöschl-Tabak, das Backhaus, Werbung zu den Veranstaltungen im Bildungshaus, im Dorfwirtshaus mit Robin, Therri, Juliana und Adam im Vordergrund, Leni im Dorfwirtshaus, Andreas Huber und Beate Bentele, fast die ganze Reisegruppe vor Burg Trausnitz, Blick auf Burgtrausnitz und zwei Fotos mit Stadtansichten von Landshut.
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