Damit bayerische Volksmusik bayerisch bleibt … mit Heimatminister Albert Füracker, Kapelle Josef Menzl, Tanzmeister Magnus Kaindl …
Freitag, 12. April bis Sonntag, 14. April 2019: Jetzt hat Bayern eine Volksmusikakademie – Erstes Seminar zum Thema "Alter Trott – Neue Wege"

Freyung | Niederbayern - Damit die Bayerische Volksmusik auch bayerisch bleibt, in der Gegenwart nicht aus der Mode kommt und in der Zukunft die Traditionen der Heimat zeitgenössisch aufrecht erhält, zur richtigen Zeit auf die Pauke haut und immer, wenn die Musikanten Lust aufs Spielen und auf Training oder Fortbildung haben, mit 13 Seminarräumen aufwartet, mit einem gigantischen Gewölbesaal für Tagen, Essen, Feiern, Tanzen, dazu gibt es einen Betten-Trakt mit 42 Übernachtungsmöglichkeiten. Das alles garantiert die Volksmusikakademie in und für Bayern, die kurz vor Ostern mit ihrem ersten Seminar gleich über 120 Musikbegeisterte aus allen Bezirken des Bayernlandes in den Bayerischen Wald gelockt hat. Die Stimmung war bombig, und die Kombination zwischen Volksmusik, Tanzen und Jodeln sowie politischer Begegnungen der Hit.

Seit 2016 ist der historische Langstadl im Herzen der Kreisstadt Freyung zu Akademieräumen umgebaut. Anstelle von Rössern und Fässern können sich jetzt auf einer Grundstücksfläche von rund 7.000 Quadratmetern Volksmusiker mit Instrumental- und Tanzgruppen, Chören oder Orchestern treffen. Das schalloptimierte Gebäude mit 13 Räumen ist in allen Punkten auf die Anforderungen von Volksmusikanten, Sängern und Tänzern zugeschnitten. Neben dem Langstadl mit den Probenräumen ist ein neues und barrierefreies Bettenhaus für die Gäste der Akademie entstanden.

Zu den optimalen Probenräumen mit ausgezeichneten akustischen Bedingungen erfüllt die Volksmusikakademie für Musiker, Sänger oder Tänzer perfekte Voraussetzungen, dies gilt auch für Referenten, Wissenschaftler und Seminar-Teilnehmer, denen die Gemeinde Freyung und der Bayerwald-Tourismus ein erholsames, lebendiges Unterhaltungs- und Begleitprogramm bieten. Von der Brauereibesichtigung über den Auftritt im musikantenfreundlichen Wirtshaus, über Natur- und Landschaftserlebnisse - jede Gruppe bekommt das gewünschte Angebot individuell zusammengestellt. Somit wird neben dem Musizieren auch die traumhafte Region des Bayerischen Waldes erlebbar.

Bürgermeister, Regierungspräsident Dr. Olaf Heinrich
Verantwortlich für schnelle Entscheidungen, die relativ kurze Bauzeit für ein derartig umfangreiches Projekt ist Freyungs Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich (40), ein Heimat- und Lokalpolitiker wie aus dem Bilderbuch: "Mein ganzes Leben habe ich im Freistaat Bayern gelebt", erzählt er. Seit 1989, dem Jahr als mein Vater Forstamtsleiter in Neureichenau wurde, sind der Landkreis Freyung-Grafenau und der Bayerische Wald meine Heimat. Die schon von Adalbert Stifter so stimmungsvoll beschriebenen sanften Hügel der Region, das ganz besondere Licht der "blauen Stunde" sind für mich sinnbildlich für die einzigartige Natur- und Kulturlandschaft in der wir leben dürfen. Zupackende, heimatverbundene, traditionsbewusste Menschen machen unsere Region zu etwas Besonderem. Meine Vision ist, dass unsere Kinder eines Tages aus voller Überzeugung sagen können: die politischen Entscheidungen wurden wahrhaftig und in langfristiger Verantwortung getroffen", das sagt er, der im Alter von 24 Jahren in den Bezirkstag von Niederbayern gewählt wurde und seit 2013 dessen Bezirkstagspräsident ist. Bürgermeister von Freyung ist er mit 29 Jahren geworden und ist es jetzt in der zweiten Legislaturperiode. Text | Fotos: Beate Bentele
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