Die Reis nach Bethlehem
Dienstag, 29. November 2016: Weihnachtslieder selber singen

Diessen – Maria und Josef singen vor ihrem Aufbruch nach Bethlehem. Der Josef stimmt an: "Weil es dann anders nicht kann sein, nimm ich ein Ochs und Eselein. ‚S Gebirg ist hoch, ich sag es eh, und hat g'wiss Eis und Schnee." Und d' Maria singt zurück: "Wenn das Gebirg noch höher wär, so helfet mir mein Gott und Herr. Die Kälte ich leicht überwind', weils's Herz vor Liebe brinnt."

Schön war es wieder beim Weihnachtslieder selber singen, lacht eine junge Mutter, die drei Kinder dabei hat. Schön vor allem auch wegen der gelungenen Mischung der Lieder – von unbekannten bis zu den beliebten, die im Advent und zu Weihnachten überall erklingen. Sepp Kaindl mit der Ziach und Andreas Huber am Bass führten durch eine nächtliche Stunde unter dem winterlichen Sternenhimmel (es war wohl die erste richtig kalte Nacht mit Wind, der eiskalt über den See daherkam) und stimmten auf die vorweihnachtliche Zeit ein.

Jung und Alt stimmten die Lieder an, die Sepp vorspielte, vorsang und meistens auch noch eine kleine Geschichte vorweg erzählte über Brauchtum und Gedenktage im Advent. Anschließend verteilten Heidi und Jürgen Zirch Kinderpunsch und Lebkuchen, und die Holzfeuer im Kaffeegarten beim Vogel schürte Konditormeister Reinhard Golder kräftig – für alle, die sich wärmen wollten. Einmal mehr haben die Mitglieder vom Heimat- und Trachtenverein d' Ammertaler Diessen – St. Georgen mit der Bevölkerung Lieder gesungen und damit eine beliebte Veranstaltung gepflegt, die es seit zehn Jahren mitten in Diessen gibt. Text | Fotos: Beate Bentele
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